Fachausweis

Eidgenössische Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen (in gewerblich-industriellen Berufen auch als Meisterprüfungen bekannt) werden von gesamtschweizerisch tätigen Organisationen der Arbeitswelt (OdA), Berufs- und Arbeitgeberverbänden, getragen. Diese garantieren die Ausrichtung der Abschlüsse auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes und eine konsequente Umsetzungsorientierung. Die von den OdA beauftragten Prüfungskommissionen prüfen, unabhängig vom Vorbereitungsweg, die berufliche Handlungskompetenz der Absolventinnen und Absolventen, die aus der steten Verbindung von fachlich-theoretischer Weiterbildung und Berufserfahrung resultiert.

Berufsprüfungen richten sich an Frauen und Männer, die dank ihrer mehrjährigen Berufserfahrung bereits vertiefte berufliche Fähigkeiten besitzen und sich in ihrem Aufgabengebiet spezialisieren wollen. Höhere Fachprüfungen sind auf den Nachweis von beruflicher Expertise und/oder der Fähigkeit zur Unternehmensführung in KMU ausgerichtet. Die Berufsprüfung wird mit einem eidgenössischen Fachausweis und die höhere Fachprüfung mit einem eidgenössischen Diplom abgeschlossen. Die Prüfungen stehen unter der Aufsicht des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT).

Berufsleute, die eine der heute knapp 400 verschiedenen Prüfungen in der höheren Berufsbildung bestehen, verbessern ihre beruflichen Aussichten mit dem Nachweis, dass sie ihre soliden praktischen Fähigkeiten mit fundierten theoretischen Kenntnissen verbinden können. Zudem geniessen die Titel in der Arbeitswelt einen sehr guten Ruf und eine hohe Nachfrage. Jährlich werden rund 17'000 eidgenössische Titel ausgestellt.

 

 

 

Quelle:
Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD, Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT Berufsbildung: Faktenblatt Höhere Berufsbildung

Seite 25 - jCMS / Aktualisierung: 12.02.2010 14:06 / jpk